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Humboldt-Universität zu Berlin - bologna.lab - Neue Lehre. Neues Lernen

Transferprojekt EviG-FL

 

Das Projekt „Evidenzbasierte Gestaltung von Forschendem Lernen – EviG-FL“ wird seit dem 01.10.2018 aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

 

Kurzbeschreibung  

Kurzbeschreibung

 

EviG-FL ist ein Nachfolgeprojekt des Verbundprojekts „ForschenLernen“, das ebenfalls aus BMBF-Mitteln gefördert wurde. Während „ForschenLernen“ darauf zielte, Erkenntnisse zur evidenzbasierten Gestaltung von Forschendem Lernen zu generieren, steht in EviG-FL der Transfer dieser Erkenntnisse im Zentrum. Dafür sind zwei distinkte, aber miteinander verzahnte Transfermaßnahmen vorgesehen:

  • Die erste Transfermaßnahme umfasst die Etablierung eines Clearinghouse zum Forschenden Lernen.
  • Die zweite Transfermaßnahme umfasst die Entwicklung und Durchführung von evidenzbasierten Multiplikatoren-Fortbildungen zum Forschenden Lernen.
Eine Besonderheit von EviG-FL besteht darin, dass die Entwicklung dieser Transfermaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit unseren hochschulischen Partnern erfolgt: Bereits während des Vorgängerprojekt hat sich ein bundesweites aktives Netzwerk zum Forschenden Lernen etablieren können. Die Expertise, die in diesem Netzwerk entstanden ist, kann nun gezielt für einen gemeinsamen Erkenntnistransfer genutzt werden.

 

Clearinghouse.jpg

Transfermaßnahme 1:
Clearinghouse zum Forschenden Lernen

 

Kurzbeschreibung und Zielgruppe

Die erste Transfermaßnahme in EviG-FL umfasst die Etablierung eines Clearinghouse zum Forschenden Lernen. Dabei handelt es sich um eine onlinegestützte Plattform, auf der die Erkenntnisse qualitativ hochwertiger Studien in verständlichen, kurzen Texten aufbereitet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, hochschulische Akteure – insbesondere Lehrende und Hochschuldidaktiker_innen – über die Befunde zum Forschenden Lernen zu informieren und evidenzbasierte Anregungen zur praktischen Umsetzung bereitzustellen.

 

Aufbau des Clearinghouse

Das Clearinghouse zum Forschenden Lernen soll auf drei thematischen Säulen stehen.

  • Säule 1 - Was ist Forschendes Lernen?
    Hier werden Studien vorgestellt, die verschiedene Umsetzungstypen von Forschendem Lernen empirisch gestützt untersuchen. Ziel ist es, Lehrende in die Lehr-Lernform des Forschenden Lernens einzuführen.
  • Säule 2 - Was bringt Forschendes Lernen?
    Hier werden Studien vorgestellt, in denen die Wirkungen von Forschendem Lernen untersucht werden. Ziel ist es, Lehrende darüber zu informieren, welche Kompetenzen durch Forschenden Lernen gefördert werden können. Zugleich können die Evidenzen auch als Argumentationsbasis genutzt werden, um das Forschende Lernen an Hochschulen stärker zu verankern.
  • Säule 3 - Wie kann Forschendes Lernen gestaltet werden?
    Hier werden Studien vorgestellt, in denen die Wirkweise von verschiedenen Umsetzungstypen von Forschendem Lernen untersucht wird, also die Bedingungen unter denen Forschendes Lernen wirksam sein kann. Ziel ist es, zentrale Gestaltungsprinzipien Forschenden Lernens aufzuzeigen, um Lehrende mit der praktischen Umsetzung vertraut zu machen.

 

Transferprodukte

Im Clearinghouse wird es verständliche Kurzzusammenfassungen der Studien zum Forschenden Lernen, redigierte Überblickstexte und evidenzbasierte praktische Empfehlungen zur konkreten Gestaltung von Forschendem Lernen geben.

 

 

 

Kurzbeschreibung und Zielgruppe

Die zweite Transfermaßnahme umfasst die Entwicklung und Durchführung von evidenzbasierten Multiplikatoren-Fortbildungen zum Forschenden Lernen. Die Fortbildungen richten sich nicht unmittelbar an Lehrende, sondern primär an Fortbildungskoordinatoren_innen und Fortbildner_innen, die mit der Vorbereitung von Lehrenden auf das Forschende Lernen befasst sind und darin geschult werden, die Fortbildung von Hochschullehrenden an ihren jeweiligen Standorten zu übernehmen. Da uns das Feedback aus der Lehrpraxis wichtig ist, werden die Multiplikatoren-Fortbildungen aber auch für Lehrende geöffnet, die bereits Erfahrungen mit der Umsetzung von Forschendem Lernen sammeln konnten.

 

Fortbildungsmodule

In den Multiplikatoren-Fortbildungen sollen verschiedene Inhalte angeboten werden, die in enger Zusammenarbeit mit unseren hochschulischen Partnern erarbeitet werden sollen. An vielen dieser Hochschulen sind in den letzten Jahren eigene Fortbildungsangebote zum Forschenden Lernen entstanden. Diese Expertise soll in die Konzeption und Umsetzung der Multiplikatoren-Fortbildungen gezielt eingebunden werden. Geplant ist zum jetzigen Zeitpunkt ein Angebot aus mehreren Fortbildungsmodulen, um auf diese Weise auf die spezifischen Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmenden eingehen zu können. Erarbeitet werden daher mehrere Fortbildungsmodule zum Forschenden Lernen, die in der Praxis als besonders relevant oder herausfordernd beschrieben werden (z. B. Motivierung von Studierenden zu und beim Forschenden Lernen oder Unterstützung der Studierenden beim Finden eigener Fragestellungen). Für jedes Modul sollen standardisierte Fortbildungsmaterialien erarbeitet und im Clearinghouse zur Verfügung gestellt werden.

 

Regionaler Fokus

Geplant sind vier bis fünf regionale Multiplikatoren-Fortbildungen. Zu diesen Fortbildungen sollen Fortbildungskoordinator_innen und Fortbildner_innen aus dem jeweiligen regionalen Raum eingeladen werden. Von zentralen „Knotenpunkten“ aus haben wir so die Möglichkeit, unsere Ergebnisse auch in die umliegenden Hochschulen hineintragen zu können. Fortbildner_innen, Koordinator_innen aber auch erfahrende Lehrende, die bislang nicht oder nur selten an hochschulübergreifenden Netzwerktreffen teilnehmen konnten, erhalten damti die Gelegenheit, wohnortnah an Multiplikatoren-Fortbildungen teilzunehmen. Gezielt möchten wir hier auch unseren Hochschulpartnern die Möglichkeit geben, selbst ein Fortbildungsmodul ihrer Wahl anzubieten und durchzuführen. Dies ermöglicht es, ein breites inhaltliches Spektrum anzubieten und zugleich den hochschulübergreifenden Austausch weiter voranzutreiben.

 

Transferprodukte

Im Rahmen der Multiplikatoren-Fortbildungen werden für die praktische Umsetzung von Forschen-dem Lernen standardisierte Materialien zu verschiedenen Fortbildungsmodulen entstehen. Aufbau-end auf der Zusammenarbeit mit unseren hochschulischen Partnern möchten wir zudem ein Expertenregister erarbeiten, in dem Expert_innen für verschiedene Fortbildungsmodule benannt werden.

 

 

 

EviG-FL geht aus dem Verbundprojekt „ForschenLernen“ hervor, in dessen Rahmen sich bereits ein aktives Netzwerk aus hochschulischen Partner entwickeln und etablieren konnte. Die Zusammenarbeit in diesem Netzwerk kann und soll nun in EviG-FL weitergeführt werden: An vielen unserer Partnerhochschulen wurden in den letzten Jahren eigene Forschungen im Themenfeld durchgeführt sowie Fortbildungen zum Forschenden Lernen konzeptualisiert und umgesetzt. Die dadurch entstandene Expertise kann in EviG-FL nun gebündelt werden und in die Entwicklung der Transfermaßnahmen einfließen.

 

Gezielt möchten wir in die gemeinsame Arbeit auch neue, bislang nicht im Netzwerk engagierte Hochschulen einbinden. Zum jetzigen Zeitpunkt haben 16 Hochschulen ihre Mitwirkung an EviG-FL zugesagt:
  • Technische Universität Berlin
  • Fachhochschule Bielefeld
  • Universität Bielefeld
  • Universität Bremen
  • Technische Universität Darmstadt
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Universität Hamburg
  • Technische Universität Hamburg
  • Universität Hohenheim
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Deutsche Sporthochschule Köln
  • Technische Hochschule Köln
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Fachhochschule Potsdam

 

Über 20 weitere Hochschulen haben zudem bereits ihr Interesse an den Transfermaßnahmen von EviG-FL bekundet. Interessierte Kolleginnen und Kollegen, die bislang noch nicht am Netzwerk beteiligt sind, können sich natürlich jederzeit für weitere Informationen melden: bol-forschung@hu-berlin.de

 

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit in den nächsten Jahren!

 

 

Abbildungen: Kathrin Friederici & Insa Wessels