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Humboldt-Universität zu Berlin - bologna.lab - Neue Lehre. Neues Lernen

Einsatz digitaler Medien in der Lehre

 

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Abb.: Anna Sitnikova

 

 


Digitale Medien in der Präsenzlehre 

 

Digitales Arbeitsmaterial

Arbeitsmaterialen wie Vorlesungsskripte, Semesterapparate, Übungsaufgaben usw. lassen sich ohne großen Aufwand auf digitale Austauschplattformen wie Moodle stellen, wodurch der Zugriff auf Kursinhalte für Lehrende und Studierende erleichtert wird.

 

Interaktive SMART-Boards

SMART-Boards gehören mittlerweile zum festen Inventar vieler Institute der HU. Sie fördern die interaktive Arbeit mit dem Kursmaterial während der Lehrveranstaltung und können insbesondere für Lehramtsstudierende zur Vorbereitung auf den späteren Schuldienst hilfreich sein.

SMART-Boards können beispielsweise genutzt werden...

  • als elektronische Tafel 
  • zur Vorführung und Analyse von Videos und Filmen
  • als Präsentations- und Visualisierungsmedium (z.B. für Referate)
  • oder auch als Internetzugang.

 

PINGO

Bei PINGO handelt es sich um ein webbasiertes Live-Feedback-System, das im Rahmen einer Projektarbeitsgruppe an der Universität Paderborn entstand und von der HU zur eigenen Implementierung übernommen wurde. Es ist dafür gedacht, die Studierenden insbesondere in größeren Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen aktiver mit einzubeziehen, indem es von den Dozierenden eingeworfene Verständnis- oder Meinungsfragen direkt über Smartphone, Tablet oder Laptop beantworten lässt. Auf diese Weise kann ein direktes Feedback eingeholt werden, das für die Lehrenden nachvollziehbar sowie für die Studierenden überprüfbar macht, ob Verständnisschwierigkeiten vorliegen oder wie sich das Meinungsbild zu einem bestimmten Thema gestaltet.

 

 


Online-Angebote zur Wissensaneignung und Informationsrecherche

 

MOOCs

Als MOOCs (Massive Open Online Course) werden Online-Kurse bezeichnet, die jedem, der einen Internetzugang besitzt, kostenlos zur Verfügung stehen und mit einer Prüfung abgeschlossen werden können. Die meisten MOOC-Angebote bieten Lerninhalte auf Universitätsniveau an, sind aber - anders als Präsenzveranstaltungen - für eine unbegrenzte Teilnehmerzahl zugänglich.  

Unterschieden wird grundsätzlich zwischen synchron und asynchron ablaufenden MOOCs. Bei synchronen MOOCs verfolgen die Teilnehmenden die Lerneinheit in Echtzeit und während eines bestimmten Zeitfensters. Die asynchrone Variante bietet die Möglichkeit, die Kurse zeitunabhängig abzurufen, wodurch die Teilnehmenden die Lerneinheiten ihren individuellen Arbeitsphasen und Zeitkapazitäten anpassen können. Auch aus Sicht der Hochschule sind MOOCs durchaus marketingrelevant, da durch sie  verstärkt auch eine internationale Zielgruppe erreicht und so die globale Präsenz gesteigert werden kann.

 

 
Digitale Bibliotheken

Digitale Bibliotheken vermitteln zwar kein Wissen, stellen dieses aber online und in der Regel für jeden frei zugänglich sowie kostenlos zur Verfügung. Längst sind es nicht mehr nur Bücher, die dort nutzbar sind, sondern auch Bild- und Tondokumente wie z.B. Filme oder Musikstücke. Insbesondere für die Geisteswissenschaften stellen diese digitalen Bibliotheken eine wertvolle Ressource dar, da sie den Zugriff auf Text-, Bild- und Tonmaterial sowie andere Archivalien ermöglichen, die andernfalls nur schwer zugänglich wären. Die Nutzung digitaler Quellen stellt dabei zwar keinen Ersatz zur Arbeit mit den analogen Originalen dar, erweist sich aber unter anderem als gewinnbringend für den Umgang mit Archivstrukturen und dem kritischen Hinterfragen dieser.

Digitale Bibliotheken von deutschland- und europaweiter Relevanz sind unter anderem:

 

  • Deutsche Digitale Bibliothek: Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist Teil der Deutschen National Bibliothek in Frankfurt am Main. Bereits jetzt hat sie eine Vielzahl von Kooperationspartnern und will langfristig die Schnittstelle zwischen allen deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen bilden.

 

  • Europeana Collections: Die digitale Bibliothek Europeana Collections arbeitet mit zahlreichen Museen, Bibliotheken und Archiven Europas zusammen und hält vor allem für die Bereiche Kunst, Musik, Fotographie und Mode digitales Material bereit. 

 


Virtuelle Interaktion und kollaboratives Arbeiten

 

Räume, die die Möglichkeit zum Austausch und der Diskussion bieten, sind für die Lehre unverzichtbar. Eine Reihe von Online-Angeboten wie Internetplattformen und Foren haben den Vorteil, dass sie auch einen orts- und zeitunabhängigen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden sowie zwischen Studierenden untereinander ermöglichen. Über sie können Ideen, Problemstellungen und Diskussionsmaterialen ausgetauscht und Gruppenarbeiten erleichtert werden. 

 

Web- und Videokonferenzen

Über Programme wie Adobe Connect können Web- und Videokonferenzen abgehalten und auf diese Weise räumliche Distanz überbrückt werden. Die HU bietet einen Videokonferenzdienst an, für den der Computer- und Medienservice (CMS) den technischen Support übernimmt.

Für alle Fragen rund um Video-, Telefon- und Webkonferenzen folgen Sie bitte dem Link zur CMS-Website.

 

 

Digitale Foren und Austauschplattformen

 

Die durch Unterstützung der Medienkommission des Akademischen Senats  der HU neu eingeführte Etherpad-Schreibmaschine eignet sich insbesondere für kleinere Projekte, die eine kollaborative Zusammenarbeit voraussetzen. Sie erlaubt ein gemeinsames Schreiben an Dokumenten aller Art und macht dabei durch Farben und Namensangaben nachvollziehbar, von wem welcher Beitrag hinzugefügt oder bearbeitet wurde. Auf Moodle ist Etherpad unter anderem als Plug-in verankert, der die Abstimmung für die Vergabe von  semesterbegleitenden Kursleistungen wie z.B. Referate erleichtert. 

 

Die Lehr- und Lernplattform Moodle bietet neben den Funktionen zum Teilen von Kursmaterialen auch erweiterte Nutzungsmöglichkeiten. Sie kann z.B. auch als Diskussionsforum, Wiki, für Umfragen, Online-Tests oder E-Portfolios genutzt werden. Des Weiteren ist Moodle neuerdings auch im Appformat erhältlich und kann kostenlos auf mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets heruntergeladen werden. Mehr Informationen zur Moodle-App finden Sie unter dem Link.

Die FAQ-Übersicht des Moodleforums der HU gibt einen ersten Überblick über die zahlreichen erweiterten Funktionen der Plattform.

 

 


Digitale Medien als Mittel der Selbstreflexion und -überprüfung
 
E-Portfolios

Beim E-Portfolio handelt es sich um die digitalisierte Form eines üblichen Portfolios, in dem die Studierenden ihre Lernentwicklungen dokumentieren und reflektieren können. Bei Bedarf können die jeweiligen Ergebnisse später auch Kommilitonen, Dozierenden oder potenziellen Arbeitgebern präsentiert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für Lehrende, ein direktes Feedback oder eine Bewertung der Leistungen an die Studierenden zurückzugeben. 

Die HU erprobt derzeit die Nutzung der E-Portfolio-Software Mahara, welche über einen Moodle-Account zugänglich ist. Mahara bietet für Studierende unter anderem den Vorteil, am Ende einer Lehrveranstaltung oder eines Projektes die Ergebnisse und ausgewählte Teile des Arbeits- und Forschungsprozesses online sichtbar zu machen. 

Weitere Details zu Mahara finden Sie auch auf der erklärenden Moodleseite.

 

 

Online-Quiz

Online-Quiz können den Studierenden dabei helfen, den eigenen Lernstand zu überprüfen oder sich auf Prüfungen vorzubereiten.

Ein HU-internes Beispiel für ein Online-Quiz-Angebot ist das über Moodle zur Verfügung gestellte TuliM (Tutorium literaturwissenschaftliche Mediävistik) des Instituts für Deutsche Literatur. Dort können Studierende das in den Lehrveranstaltungen erworbene Wissen mit Quizfragen überprüfen und festigen. Unter den HU internen Umsetzungsbeispielen finden Sie weitere Informationen über TuliM.

Eine Studie zum digitalen Prüfen vom Hochschulforum Digitalisierung gibt eine guten ersten Überblick über untrschiedliche digitale Prüfformate, deren Anwendung sowie didaktisch sinnvollen Einsatz im Hochschulkontext. Sie können die Studie hier einsehen und bei Bedarf als PDF herunterladen.

 

 


Adaptive Lernumgebungen: Experiment und Simulation

 

Zum Üben und Anwenden von sowie dem Experimentieren mit Lehrinhalten muss es nicht nur in Prüfungen und Forschungslaboren kommen. Eine Vielzahl von Apps und anderen digitalen Angebote bieten weitere Möglichkeiten, um Gelerntes anzuwenden und auszuprobieren.

 

 

Interaktive Lehrinhalte

Mit Hilfe von H5P lassen sich auch in moodle-Kursen interaktive Lernelemente einbinden. Aktuell müssen die H5P-Inhalte noch extern erstellt werden und können dann in das HU-Moodle-System importiert werden. Um den HU-Lehrenden die Erstellung des Materials zu erleichtern und eine Registrierung bei externen Diensten zu vermeiden, hat das bologna.lab in Zusammenarbeit mit der Rechnerbetriebsgruppe des Instituts für Informatik eine separate moodle-Instanz aufgebaut - den so genannten moodleplayground.

Eine ausführliche Anleitung zur Nutzung des moodleplayground finden Sie unter: https://hu-berlin.de/h5p_intro. Die Anmeldung erfolgt über den HU-Account.

 

 

Adaptives Quiz 

Im akademischen Jahr 2017/18 wurde im Rahmen eines von der Medienkommission des Akademischen Senats geförderten einjährigen Projekts ein adaptives Quiz als Plug-in für Moodle entwickelt und erprobt. Die Maßnahme hat zum Ziel, den Studierenden eine regelmäßige, das Semester begleitende Selbstüberprüfung ihres Wissensstandes zu ermöglichen und gegebenenfalls Verständnislücken zu identifizieren. Darüber hinaus soll die Rückmeldung an die Studierenden nicht nur in Gestalt einer reinen Ergebnismitteilung erfolgen, sondern gezielt auf weiterführende Angebote zum Selbststudium verweisen. Nicht nur für Studierende ergibt sich daraus eine effektive Begleitung ihrer Lernentwicklung, sondern auch Lehrende erhalten auf diese Weise einen Einblick in den aktuellen Kenntnisstand ihrer Studierenden und können auf diesen bereits während des Semesters eingehen.