Das Technische Bild

Aktuelles

Glossar zur privaten Fotografie in Ostdeutschland 1980 – 2000 | Marie Egger, Katja Müller-Helle et al.

Begleitend zu der Forschungssausstellung „...irgendwer hat immer fotografiert..." entstand diese Mini-Publikation als studentische Initiative in einem Seminar, das von dem Kurator Dr. Friedrich Tietjen und von Dr. Katja Müller-Helle, der Leiterin der Forschungsstelle Das Technische Bild, an der Humboldt-Universität zu Berlin unterrichtet wurde. Gemeinsam mit Studierenden des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte wurden zahlreiche Privatfotografien und Albengespräche untersucht, die das Forschungsprojekt Biografie und Geschichte, Private Fotografie in Ostdeutschland 1980-2000 versammelt hatte. Das Glossar blickt in 32 Beiträgen auf die große Menge privater Fotografien und fragt danach, welche Schlussfolgerungen sich aus der Analyse einzelner Bilder über die Privatfotografie als solche ziehen lassen. Die Autor:innen gehen darauf ein, dass zwischen 1980 und 2000 nicht nur eine, sondern zwei maßgebliche Wenden passierten: Die Auflösung der DDR in Ostdeutschland und der Übergang von der analogen Fotografie zur digitalen.

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Online-Vortrag "Blockieren, Filtern, Löschen. Zum technischen Wandel der Bildzensur"

Katja Müller-Helle, Online-Vortrag „Blockieren, Filtern, Löschen. Zum technischen Wandel der Bildzensur“ im Rahmen der Ringvorlesung „Wahrnehmung und Bewertung - empirische, kunsthistorische, philosophosche, technische und sozial-rechtliche Perspektiven“ am 15.11.2021 um 18:00-19:30 am KIT Karlsruhe (Academy for Responsible Research, Teaching, and Innovation), via Zoom, anrufbar unter: https://www.kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/45173?f=%7B%22v%22%3A%22list%22%2C%22d%22%3A%2220211112%22%7D#calendar_top

 

Vidéo-Essay "On the Retro-active Impact of Algorithmic Deletion on Art History"

Katja Müller-Helle: On the Retro-active Impact of Algorithmic Deletion on Art History (Vidéo-Essay), in: André Gunthert, Thomas Kirchner, Marie-Madeleine Ozdoba (eds.), Nouveaux médias. Mythes et expérimentations dans les arts, Paris/Berlin, DFK Paris/NAIMA Editions, 2021.
Abrufbar unter:  https://newmedia.dfk-paris.org/mueller-helle.html

 

„Pictures on the Move – Infringement of Images" Online Film Screening & Discussion Event on the mobility of technical images under pandemic conditions with Gertrud Koch, Johannes Maier, James Hellings and Katja Müller-Helle, May 19th, 5pm-6:30pm (8pm-8:30 CEST), register for free:

ttps://research.reading.ac.uk/cfac/2021/05/16/pictures-on-the-move-infringement-of-images/

Online-Vortrag "Bildzensur"

Katja Müller-Helle, Online-Vortrag „Bildzensur“ im Rahmen der Ringvorlesung „Bildkulturen des Digitalen – Praktiken, Ästhetiken, Genres“ am 18.1.2021 an der TU Dresden:
https://www.youtube.com/watch?v=yIagZRXU2UE

 

Bildwelten des Wissens 16 im Gold Open Access und Print

Bildzensur. Löschung technischer Bilder, hg. von Katja Müller-Helle, Bildwelten des Wissens. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik, Band 16, Berlin: de Gruyter 2020.
Abrufbar unter: https://www.degruyter.com/view/title/584863

Interview zur Bildzensur mit Horst Bredekamp auf dem de Gruyter-Blog:
https://blog.degruyter.com/bildzensur-in-der-digitalmoderne-horst-bredekamp-im-gesprach/

 

Policy Statement

Hybrides Publizieren: Gold Open Access und Print

Die Bildwelten des Wissens. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik erscheinen mit der Ausgabe 16 (2020) zur „Bildzensur. Löschung technischer Bilder“ (Hg. Katja Müller-Helle) erstmals im Gold Open Access.

Für uns als Team des Technischen Bildes soll die politisch wichtige Forderung nach einer unbeschränkten und sofortigen Zugänglichkeit wissenschaftlicher Forschungsergebnisse nicht mit der Entwertung des gedruckten Buchs einhergehen. Aus diesem Grund erscheinen die Bildwelten des Wissens im hybriden Format Gold Open Access in einer frei zugänglichen elektronischen Variante bei gleichzeitiger Auslieferung einer hochwertigen Print-Version.

Die Bereitstellung von Wissensressourcen ist in den letzten Jahren verstärkt zum politischen Kampfplatz geworden. Die Forderung nach einer globalen und freien Veröffentlichung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, wie sie die Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities bereits 2003 als Zukunftsvision entwarf, hat zu einem Ringen zwischen Wissenschaftsverlagen und öffentlichen Einrichtungen geführt. Unter dem Erneuerungsdruck digitaler Infrastrukturen stehen sich die Freiheit der Wissenschaft und ökonomische Interessen konfliktreich gegenüber. In dieser polarisierten Diskussion wird oft die Ablösung des physischen Buches durch Open Access-Bestrebungen ins Feld geführt – eine Prognose, die angesichts der longue durée einer Mediengeschichte der Wissenschaftskommunikation nicht sehr wahrscheinlich ist.

Die Geschichte der Medienrevolutionen zeigt, dass neue Medien alte Medien nicht einfach ablösen. Sehr wohl erzeugen sie jedoch einen Druck zur Neuausrichtung und Neuerfindung. In historisch weit zurückgreifenden Analysen, wie sie der Mediävist Horst Wenzel ausgehend von Marshall McLuhan vorgelegt hat, werden drei bedeutende Umbrüche in der Wissenskommunikation voneinander unterschieden: der Übergang vom Körpergedächtnis zum Schriftgedächtnis, der Übergang der Handschriftenkultur zur Druckkultur und der Übergang vom Buch zum Bildschirm. Im Moment eines solchen Epochenumbruchs arbeiten wir am Technischen Bild an der Hybridisierung von Buch und Bildschirm, die in der Verschränkung von analogen und digitalen Formaten eine neue Form findet.