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Humboldt-Universität zu Berlin - bologna.lab - Neue Lehre. Neues Lernen

Binationale Promotionen

Das Projekt „Internationale Lehrentwicklung“ endete mit Abschluss der ersten Förderphase des Qualitätspakts Lehre im September 2016.

Binationale Promotionen werden gemeinsam von der Humboldt-Universität zu Berlin und einer ausländischen Partneruniversität verliehen. Die Anfertigung der Dissertation wird an beiden Universitäten betreut, dafür verbringen die KandidatInnen einen substanziellen Teil ihrer Promotionszeit auch an der jeweiligen Partnereinrichtung. Die Begutachtung der Arbeit und die Prüfung erfolgt durch beide Universitäten gemeinsam, verliehen wird dann meist ein gemeinsamer Titel (Joint PhD).

Für eine binationale Promotion müssen die unter Umständen differierenden lokalen Regeln kombiniert und ggf. durch Ausnahmeregelungen in Übereinstimmung gebracht werden, dies betrifft zum Teil die genauen Festlegungen der Betreuung und Begutachtung, die Durchführung der gemeinsamen Prüfung inklusive der Notenvergabe, oder aber auch die Veröffentlichung.

 

Einzelverträge – Cotutelle

Meist werden für binationale Promotionen Einzelverträge zwischen den Universitäten abgeschlossen. Weil diese Form durch die französische Regierung initiiert wurde, nennt man dies auch oft mit dem französischen Begriff „Cotutelle“ (de thèse). Die Humboldt-Universität zu Berlin hat zur Unterstützung der Cotutelle-Verfahren im Jahr 2012 mit unserer Beteiligung einen kommentierten Mustervertrag (in deutsch-englischer und deutsch-französischer Fassung) sowie weitere Hinweise dazu online gestellt.

 

Programmverträge – Joint PhD programme

In manchen dauerhaften Universitätspartnerschaften wird bei binationalen Promotionen auf individuelle Verträge verzichtet und die nötigen Vereinbarungen übergreifend getroffen, so zum Beispiel im „Joint PhD Agreement“, das die Humboldt-Universität zu Berlin mit dem King’s College in London geschlossen hat; dieses Programm wurde bis 2016 von uns koordiniert, vgl. Joint PhD programme between King´s College London and Humboldt-Universität zu Berlin (PDF).

 

Siehe auch:

Wolfgang Deicke, Johannes Moes, Johannes Siemens (2016) Collision and Coalescence - German and British Cultures in Doctoral Education.

in:  Blessinger, Patrick/Stockley, Denise (ed.), Emerging Directions in Doctoral Education, Innovations in Higher Education Teaching and Learning Vol. 6, Bingley: Emerald Publishing Group, S. 149-169.