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Humboldt-Universität zu Berlin - bologna.lab - Neue Lehre. Neues Lernen

Humboldt-Universität zu Berlin | bologna.lab | Projekte des bologna.labs | Berlin Perspectives | Lehrveranstaltungen | Sommersemester 2015 | Zwischen Ablehnung und Anerkennung: Geschichte und Gegenwart der jüdischen Zuwanderung nach Deutschland

Zwischen Ablehnung und Anerkennung: Geschichte und Gegenwart der jüdischen Zuwanderung nach Deutschland

Unterrichtet von Dr. Agnieszka Pufelska/Donna Swarthout

Montag 14:00-16:00, Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0323-26

Kurs findet auf Deutsch und Englisch statt

Sprachliche Voraussetzungen: Englisch B2

Syllabus

Kursbeschreibung

Deutschland ist neben Israel und den USA das wichtigste Einwanderungsland für jüdische Immigranten weltweit. Jüdische Migration ist aber nicht ein Phänomen der letzten Jahrzehnte, sondern ist auch historisch verankert. Bereits im späten 19. Jahrhundert gab es eine starke jüdische Einwanderung aus Osteuropa nach Deutschland. Nach dem Holocaust gründeten vor allem osteuropäische Displaced Persons (DP) neue jüdische Kultusgemeinden in Deutschland. Die mit dem Zerfall des Ostblocks beginnende jüdische Zuwanderung aus der UdSSR hat das jüdische Leben in Deutschland grundlegend verändert. Insgesamt sind seit dem Mauerfall 220.000 Menschen im Rahmen der „jüdischen Zuwanderung” nach Deutschland gekommen. Gleichzeitig lässt sich in den letzten Jahren eine verstärkte Einwanderung der Jüdinnen und Juden aus Israel, Frankreich und Amerika beobachten.

Das Seminar setzt sich zum Ziel diese jüdische Migration als Teil deutscher Geschichte und Gegenwart zu thematisieren und die Integrationsbereitschaft der nicht-jüdischen Mehrheit zu ergründen. Allgemein geht es also um die aktuelle Frage nach Einbindungsmöglichkeiten einer Minderheit in eine multiethnische Gesellschaft.

Literatur

  • Points of passage: Jewish transmigrants from Eastern Europe in Scandinavia, Germany, and Britain 1880 - 1914 / ed. by Tobias Brinkmann, New York 2013.
  • Anne-Christin Saß, Berliner Luftmenschen: Osteuropäisch-jüdische Migranten in der Weimarer Republik, Göttingen 2008.
  • Jewish Emigration from 1933 to the Evian Conference of 1938, ed. by John Mendelsohn, Donald S. Detwiler, New York 2010.
  • Yvonne Schütze, “Warum Deutschland und nicht Israel“ ; Begründungen russischer Juden für die Migration nach Deutschland, München 1997.
  • Peter Laufer, Exodus to Berlin : the return of the Jews to Germany, Chicago 2013.
  • The challenges of diaspora migration; interdisciplinary perspectives on Israel and Germany, ed. by Rainer K. Silbereisen, Peter F. Titzmann, Yossi Shavit, Farnham 2014.
  • Being Jewish in the New Germany, Jeffrey M. Peck, Rutgers University Press, 2006
  • The Pity of it All: A Portrait of the German Jewish Epoch, Amos Elon, Picador, 2002