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Humboldt-Universität zu Berlin - bologna.lab - Neue Lehre. Neues Lernen

Wintersemester 2014/15

Dies ist das vollständige Kursprogramm für das kommende Semester. Weitere Informationen zu den einzelnen Kursen, erhalten Sie über die Links zu den ausführlichen Kursbeschreibungen oder über Agnes.

 

 

History, Politics and Social Sciences

Mittwoch
12:00-14:00

Raum 0323

Berlin Histories, 1871 to 1990 (auf Englisch)

Durch das Prisma Berlins bietet dieser Kurs einen Überblick der deutschen Geschichte von der ersten bis zur zweiten Vereinigung der deutschen Länder in 1871 und 1990. Dabei erarbeitet wir uns analytische Konzepte wie Nationalismus, Industrialisierung und Klasse, Urbanisierung, Modernität, Zivilgesellschaft und Autokratie, Ethnizität und politische Leitideen des Liberalismus, Kommunismus, Faschismus sowie Wohlfahrts- und sozialistischem Staat. 

Mittwoch
14:00-16:00

Raum 0323

Große Reden (auf Deutsch)

Es gibt sie noch, die großen Reden! In diesem Seminar wollen wir uns der Rhetorik aus drei Richtungen nähern: Durch Lektüre zur Geschichte der Rhetorik, durch Arbeit am eigenen Reden und durch die Analyse großer Reden – ein Besuch einer Debatte in Bundestag oder Abgeordnetenhaus ist geplant.

Donnerstag
14:00-16:00

Raum 0323

Protest in Berlin - Totalitäre Systeme und Gegenbewegungen (auf Deutsch und Englisch)

Berlin war Schauplatz verschiedener Ausprägungen ideologisch untermauerter autoritärer und totalitärer Politik und stellte gleichzeitig das Zentrum vielfältiger Formen des Protests dar.
Dieses Seminar untersucht ideengeschichtlich die Ideologien, die politischen Systemen und ihren jeweiligen Gegenkulturen und Protestbewegungen zugrunde liegen. Ziel hierbei ist es die Parallelen und Gegensätze verschiedener politischer Ideologien aufzuzeigen und damit die klassischen Kategorien von „links“ und „rechts“ auf ihre inhaltliche Konsistenz zu überprüfen. Die Problematik der ideologischen Abgrenzung verschiedener Extreme soll insbesondere anhand der Studentenbewegung der 60er Jahre erneut reflektiert werden, wobei die Gleichzeitigkeit der vermeintlich gegensätzlichen Erscheinungen von Nationalismus und Sozialismus sowie Antifaschismus und Antisemitismus beleuchtet wird.
Das Seminar richtet sich an Studierende aller geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen, die Seminarsprache ist Deutsch.

Freitag
10:00-12:00

Raum 0323

Berlin - Der Stadtplan als Mind-Map (auf Deutsch und Englisch)

Transformation und Entwicklung Berliner Erinnerungsorte.

Berlin offenbart als Ausdruck und Produkt kultureller und historischer Verdichtung eine Vielzahl von Erinnerungsorten. Ausgehend von den Theorien zum Kollektiven Gedächtnis und der Kulturellen Erinnerung werden in einer historisch-kulturellen Mind-Map-Erschließung Berlins die Entwicklung politischer und ideologischer Antagonismen sowie Momente kulturellen und gesellschaftspolitischen Wandels behandelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Stadt selbst als Zeugnis der Umdeutung, Formierung oder Postulierung der Geschichte in verschiedenen Zeiten, kulturellen und politischen Systemen und auch der künstlerischen Darstellung und Wahrnehmung.

 

Literature, Urban and Cultural Studies

Montag
14:00-18:00

Raum 0323

Exploring Key Aspects of Berlin's Museological Landscape (auf Englisch)

Dieser Kurs ist ethnologisch geprägt, aber auch interdisziplinär relevant. Das Ziel ist, bestimmte Merkmale der Berliner Museumslandschaft zu erforschen und zu hinterfragen. Ethnologische Methoden werden während mehrerer Ausflüge zu Berliner Museen geübt. Der Fokus liegt auf zwei besonders sichtbaren und diskutierten Aspekten dieser urbanen Landschaft. Diese sind der jüdische Topos und das Migrationsthema. Dieser Kurs ist nicht nur für EthnologInnen gut geeignet, sondern auch für StudentInnen anderer Fächer, wie z. B. Geschichte, Religionswissenschaft, Kunstgeschichte und/oder themenbezogener Fächer wie Urban Studies, Ethik und Museum Studies von Interesse.

Dienstag
10:00-12:00

Raum 0323

Berlin portrait of a city. An introduction to creative urban research (auf Englisch und Deutsch)

Eine Stadt erhält ihren Charakter durch verschiedene Aspekte: ihre Geschichte, Materialität, Politik und ihren Alltag – um nur ein Paar zu nennen. Um die Stadt zu erforschen, braucht man Methoden, die sich an eine Vielzahl von Situationen anpassen können und das sich ständig ändernde Wesen einer Stadt einzufangen vermögen.
So kann beispielsweise die Materialität einer Straße  kaum mit den gleichen Mitteln analysiert werden wie der Alltag ihrer Bewohner, der doch zu jeder Tageszeit ein anderer ist.

Dienstag 12:00-14:00

Raum 0323

The EAST/WEST Competition – Urban Planning and Living Culture from Cold War to the Present (auf Englisch)

In keiner anderen Stadt hat der Wettkampf der Systeme deutlichere Spuren hinterlassen als in Berlin. Seit der Teilung der Stadt hatten städtebauliche Projekte auch immer den Ans­pruch dem Gegenüber die Stärke des eigenen politischen Systems zu demonstrieren. Dabei stand zunächst die Lösung essentieller städtebaulicher Fragen im Vordergrund. Das Seminar verfolgt chronologisch den Dualismus im Städtebau zwischen Ost- und Westberlin. Dabei wird sowohl im Seminarraum durch Präsentationen als auch auf zwei Exkursionen die unter­schiedlichen Absichten und Ansprüche kapitalistischer und sozialistischer Stadtplanung un­tersucht werden. Im Fokus stehen jedoch nicht ausschließlich formale und architektonische Aspekte. Vielmehr sollen Kontexte, Lebens- und Wohnmodelle und die jeweilige politische Repräsentationsstrategie analysiert werden.

Mittwoch
10:00-12:00

Raum 0323

Einführung in die Post-DDR Literatur (Romane) (auf Deutsch und Englisch)

Dieser Kurs vermittelt den Teilnehmern einen Überblick über verschiedene Facetten der Post-DDR Literatur. Besonders die Darstellungsweise in der Romanform als Erinnerungsmedium wird näher betrachtet. Nachdem die geschichtlichen Hintergründe der deutsch-deutschen Teilung und Wiedervereinigung erörtert wurden, wird ein Überblick über die Aufarbeitung der Vergangenheit in der Post-DDR Literatur (Romane) geschaffen. Hier werden besonders folgende Themenpunkte beleuchtet bzw. ausgearbeitet: Ein kleine Einführung in die Wiedervereinigungs-Geschichte, Überblick Wendeliteratur, Einführung in die Post-DDR Literatur, Ereignis „Wende“: Umschwung und Wandel der Wendezeit, Humor und lakonischer Sprachgebrauch, Literarische Darstellung von Verlust und Ängsten, Heimatbilder, (N)Ostalgie, Kollektives und kommunikatives Gedächtnis, Formen und Funktionen des Schweigens in der Post-DDR Literatur, Berlin und die Mauer, Vergangenheitsbewältigung, Aufarbeitung der Vergangenheit.

Donnerstag
10:00-12:00

Raum 0323

Berlin als bunte Bühne (auf Englisch)

„All the world’s a stage“ – und Berlin ist dies auf eine besondere Art. In der Hauptstadt Deutschlands koexistieren diverse bunte und multikulturelle Sozialräume, die sich mehr oder weniger spontan in einer bestimmten Form vor einem „Publikum“ von Besuchern selbst-inszenieren. Deshalb können viele Stadtteile Berlins auch als eigenständige Bühnen betrachtet und untersucht werden.

Donnerstag
12:00-14:00

Raum 0323

Narrating the City - Berlin-Romane des 20. und 21. Jahrhunderts (auf Deutsch)

Die Stadt Berlin ist im 20. und 21. Jahrhundert immer wieder Sujet, „Protagonist“ und nicht zuletzt auch Produkt literarischer Fantasien, so dass sich mittlerweile in der Literaturkritik der Begriff „Berlin-Roman“ durchgesetzt hat, der einen eigenständigen Romantypus suggeriert.

Donnerstag
16:00-18:00

Raum 0203

Berlin Comics Perspectives  (auf Englisch)

Das Medium Comic kann nicht nur mit urbaner Kultur allgemein, sondern mit der Berliner Stadtkultur im Besonderen in Verbindung gebracht werden. Viele Comic-Schaffende, Verlage, Läden, Büchereien und Galerien sind in Berlin ansässig. Umgekehrt werden die Stadt und ihre Bewohner oft in Comics dargestellt. Im Seminar werden wir uns verschiedene Verfahren der Stadtinszenierung anschauen und fragen, welche Rolle der Stadt Berlin in den Comics zukommt und inwieweit die fragmentarisch-sequenzielle Form der Comics mit ihrer Wort-Bild-Verknüpfung das vielfältige, urbane Berliner Lebensgefühl widerspiegelt. 

Freitag
14:00-16:00

Raum 0203

Politisches Theater in Berlin (auf Englisch und Deutsch)

Ist Theater politisch? Wie sieht „politisches Theater“ genau aus bzw. lässt sich das überhaupt definie­ren? Wo in Berlin macht und machte man politisches Theater? Im Seminar soll der Blick zum einen auf die aktuelle Bühnenlandschaft gerichtet werden, zum anderen sollen aber auch die theoretischen Beschreibungskategorien des „Politischen“ auf der Bühne untersucht und einige wichtige Momente der Berliner Theatergeschichte beleuchtet werden. Über die Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Positionen des Politischen im Theater und dem Besuch einiger wichtiger Spielstätten sollen die Studierenden angeregt werden, auf eigene Faust andere Stücke unter dem Aspekt des Politischen auf den Berliner Bühnen zu entdecken und die Seminarlektüren selbständig zu vertiefen. Wichtige Stationen des Seminars werden das Brecht’sche Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz oder das Maxim-Gorki-Theater sein, das mit dem sogenannten post-migrantischen Theater derzeit für Aufsehen sorgt, aber auch spezifische Theaterformen wie das Dokumentartheater, etwa von Peter Weiss in den 60er Jahren oder, aktuell, von Andres Veiel, das sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt, sollen untersucht werden. Neben der Auseinandersetzung mit theoretischen und literarischen Texten im Seminar wollen wir gemeinsam einige aktuelle Inszenierungen besuchen und darüber diskutieren.