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Humboldt-Universität zu Berlin - bologna.lab - Neue Lehre. Neues Lernen

Weiterbildung Forschendes Lernen

Das Zertifikatsprogramm „Forschendes Lehren und Lernen im Seminar“ wurde im August 2019 nach einem umfangreichen Begutachtungsprozess von der Akkreditierungskommission (akko) der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) akkreditiert.

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Die Weiterbildung steht allen Lehrenden der HU offen.

 

Weiterbildungsangebot im Sommersemester 2020

 

WORKSHOP

"Forschendes Lernen to go"

Dieser zweitägige Grundlagenworkshop (20 AE) bietet einen theoretischen und praktischen Einstieg in das Lehr-Lern-Format des Forschenden Lernens sowie eine Auseinandersetzung mit den damit verbundenen didaktischen Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Ziel ist es, dass die Teilnehmenden: das Konzept des Forschenden Lernens in Abgrenzung zu anderen Lehr-Lernformen kennen; ihre Rolle als Lehrende beim Forschenden Lernen reflektiert und entsprechend ihre Aufgaben definiert haben; wissen, welche didaktischen Methoden in welchen Phasen Forschenden Lernens hilfreich sind und diese anwenden können; wissen, wie sie Studierende beim Forschenden Lernen motivieren können; wissen, wie sie kooperatives Arbeiten beim Forschenden Lernen unterstützen können und wie sie schließlich auf dieser Grundlage eine Lehrveranstaltung konzipieren können, in der Studierende forschend lernen.

Zeit: 17.+18.2.2020, jeweils 9:30-18:00

Ort: bologna.lab, Hausvogteiplatz 5-7, 10117 Berlin (Raum wird noch bekannt gegeben)

 

ZERTIFIKATSPROGRAMM

"Forschendes Lehren und Lernen im Seminar"

Im Anschluss an den Grundlagenworkshop im Februar 2020 haben die Lehrenden die Möglichkeit, das Gesamtzertifikat (106 AE, inklusive Grundlagenworkshop) zu erwerben, indem sie eine Lehrveranstaltung im Format des Forschenden Lernens für das Sommersemester 2020 entwickeln und durchführen. Dabei werden sie durch das bologna.lab und regelmäßige kollegiale Beratung begleitet. Das Zertifikatsprogramm wird mit einem Bericht zur Reflexion der Lehrtätigkeit abgeschlossen

Zeit: Die Termine der kollegialen Beratung werden gemeinsam mit den Teilnehmenden festgelegt.

Ort: bologna.lab, Hausvogteiplatz 5-7, 10117 Berlin (Raum wird noch bekannt gegeben)

 

Anmeldung und weitere Informationen:

Kathrin Friederici

Laura Schilow

Dr. Monika Sonntag

E-Mail: qbologna@hu-berlin.de

Tel.: 030-2093-70935 / 70807 / 70810

bologna.lab, Humboldt-Universität zu Berlin

Hausvogteiplatz 5-7, 10117 Berlin

 

Forschendes Lernen: ein forschungsnahes Lehr-Lern-Format, in dem Studierende einen gesamten Forschungsprozess möglichst eigenständig durchlaufen

Die Verbindung von Forschung und Lehre gilt als zentrales Ziel und Anspruch guter Hochschullehre und kann in vielfältiger Weise gestaltet werden (Healey & Jenkins 2008; Rueß, Gess & Deicke 2016). Als besondere Form dieser Verbindung steht hier das Forschende Lernen im Mittelpunkt. In Anlehnung an Huber (2004; 2009) verstehen wir Forschendes Lernen als ein forschungsnahes Lernformat, in dem Studierende einen gesamten Forschungsprozess möglichst eigenständig durchlaufen und dadurch Forschungskompetenzen entwickeln. Die Studierenden finden und formulieren ihre eigene Forschungsfrage, entwickeln ein dazu passendes Forschungsdesign und nehmen am wissenschaftlichen Diskurs teil, indem sie ihre Ergebnisse gegenüber einer breiteren (Fach-) Öffentlichkeit präsentieren (Sonntag et al. 2018, S. 13). Dieser Fokus auf den Prozesscharakter und die Ergebnisoffenheit der studentischen Forschungsarbeit unterscheidet das Forschende Lernen von anderen Lehr-Lern-Formen wie beispielsweise dem problembasierten Lernen. Wir verstehen Forschendes Lernen daher explizit als ein soziales Lernformat: Die Teilnehmenden übernehmen gemeinsam Verantwortung für den Forschungsprozess, das Erreichen selbst gesteckter Ziele, die Sicherung der Ergebnisse und deren Präsentation. Sie erleben sich als studentisches Forschungsteam und als aktives Mitglied der wissenschaftlichen Community. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sich die Lehrenden gemeinsam mit den Studierenden auf den Forschungsprozess einlassen, selbst von den Studierenden lernen wollen und ihnen gegenüber eine entsprechende Wertschätzung und Offenheit zum Ausdruck bringen (Sonntag et al. 2018, S. 48). Dies impliziert nicht nur für ‚Lehr-Noviz_innen‘, sondern auch für bereits erfahrene Hochschullehrende eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem für sie persönlich neuen Konzept des Forschenden Lernens, weshalb das begleitende Qualifizierungsprogramm neben der didaktisch-praktischen Gestaltung der Lehrveranstaltung einen Schwerpunkt auf die Lehrendenrolle im Forschenden Lernen legt. In jedem Fall prägt das didaktische Selbstverständnis der Lehrenden entscheidend den Charakter der Lehrveranstaltung und bestimmt den Freiraum der Studierenden im Forschungsprozess.                                                               idealtypischer Forschungsverlauf 
Abb.: Forschendes Lernen als Prozess (Sonntag et al. 2018)

 

 


Zielgruppe: Lehrende aller Fachrichtungen
Zielgruppe des Zertifikatsprogramms sind Lehrende aller Fachrichtungen und Statusgruppen (Doktorand_innen, Postdocs, Professor_innen; sowohl angestellte Lehrende als auch Lehrbeauftragte), die sich für das Format des Forschenden Lernens interessieren und ein Seminar in diesem Format durchführen möchten.

 

 


Ziele des Zertifikatsprogramms
Das Programm dient dazu, Lehrende in das Format des Forschenden Lernens einzuführen und in ihren Lehrprojekten im Format des Forschenden Lernens zu unterstützen. Darüber hinaus sollen die folgenden übergeordneten Ziele erreicht werden: 
  1. Stärkung der Lehrkompetenzen (sowohl speziell im Forschenden Lernen als auch im Allgemeinen)
  2. Unterstützung der Lehrenden bei der Erprobung neuer Lehrformen im Forschenden Lernen
  3. Qualitätssicherung der Lehrveranstaltungen
  4. Stärkung der allgemeinen Akzeptanz und Sichtbarkeit forschungsorientierter und studierendenzentrierter Lehre an der Universität
 

 


Überblick: Umfang und Struktur

"Forschendes Lehren und Lernen im Seminar" 

Grundlagenworkshop „FL to go“ (20 AE Präsenz)Dieser kompakte, zweitägige Workshop bietet einen theoretischen und praxisbezogenen Einblick in die Lehr-Lernform des Forschenden Lernens und die damit verbundenen didaktischen Herausforderungen.

 

Umfang

Thematische Schwerpunkte

1Icon WS 1

ganztägig vor Semesterbeginn (10 AE) : 17.02.2020

Formen Forschungsorientierter Lehre | Einführung Konzept Forschendes Lernen | Entwurf eines Semesterplans anhand der Phasen des FL | Diskussion der Semesterpläne im Peer-Feedback | Perspektive der Studierenden im FL | Motivierung von Studierenden | Lehrendenrolle(n) im FL

2Icon Inhalte 2

ganztägig vor Semesterbeginn (10 AE) : 18.02.2020

Umgang mit Herausforderungen im FL | Transfer des Gelernten in die eigene Seminarplanung | variable Themen (von den Teilnehmenden am 1. Tag nach Bedarf ausgewählt, z.B. Umgang mit Heterogenität der Studierendengruppe, Feedback im Forschungsprozess, didaktische Methoden im FL, Visualisierung und Dokumentation im FL, Prüfen und Bewerten im FL

Erweiterung für das Zertifikat
a) Kollegiale Beratung (+ 16 AE Präsenz) : Über die 2tägige Qualifizierung hinaus, werden die Lehrenden ein Semester lang bei der Umsetzung ihres Lehrprojekts im Format des Forschenden Lernens durch kollegiale Beratungsformate begleitet.

3kollegiale Beratung 3

3 Termine während des Semesters (12 AE) : April bis Juni 2020

monatlicher Jour Fixe / kollegiale Beratung

4AbschlussWS 4

1 Termin kurz vor Ende des Semesters (4 AE) : Juli 2020

Abschlussworkshop / kollegiale Beratung

b) Lehrprojekt (70 AE) : Lehrveranstaltung im Format des Forschenden Lernens

5AbschlussWS 4 Sommersemester 2020 (70 AE) : April bis August 2020 Planung, Durchführung und Dokumentation einer Lehrveranstaltung (2 SWS) im Format des Forschenden Lernens, Abschlussbericht 
Beratung und ggf. Evaluation durch das bologna.lab